Die ganze Welt der Investments

fondsweb.de - UBS Aktienfonds: Deutscher Aktienfonds mit Dividendenfokus 29.08.19 Meldung

(boerse-online) - 45 Jahre alt und doch noch immer ein attraktiver und aktueller Fonds. Der UBS (D) Aktienfonds - Special I Deutschland investiert in den breiten deutschen Aktienmarkt mit besonderem Blick auf Nebenwerte - und ist für seine Leistungen mit Euro-FondsNote 1 ausgezeichnet. Von Ronny Kohl, Finanzjournalist

Der UBS (D) Aktienfonds - Special I Deutschland ist einer der ältesten Fonds für deutsche Aktien mit Fokus auf Nebenwerte. Am 1. Oktober 1973 aufgelegt, feiert er in Kürze seinen 46. Geburtstag. Der Chart der Kursentwicklung spiegelt seine wechselvolle Historie wider, die von teilweise scharfen Einbrüchen und ebenso dynamischen Erholungsphasen gekennzeichnet ist. Unter dem Strich erreichte Fondsmanager Jörg Philipsen mit seiner Strategie in den vergangenen fünf Jahren einen Wertzuwachs von 5,12 Prozent p.a. bei einer moderaten Volatilität von 15,56 Prozent (per 31.07.2019), was Euro-FondsNote 1 in seiner Kategorie bedeutet. Philipsen definiert seinen Fonds als "aktiv verwalteten deutschen All-Cap-Aktienfonds, der in deutsche Unternehmen mit hohen Dividendenerträgen, attraktiven Wachstumsaussichten für Dividenden und soliden Bewertungen investiert". Dabei zielt er auf hohe Dividendenerträge ab, die über dem Marktdurchschnitt liegen sollten, sowie auf eine Outperformance gegenüber dem breiten deutschen Aktienmarkt, der durch den HDAX repräsentiert ist. Das Portfolio besteht aus rund 30 Einzeltiteln breit über die verschiedenen Sektoren gestreut, wobei ein Schwerpunkt des Management-Teams bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen liegt. Die Top-5-Positionen bestehen indes zurzeit aus großen und bekannten Unternehmen wie Allianz, SAP, Deutsche Telekom, Bayer und Deutsche Post.

Dividendenrendite sticht

Die Titelauswahl trifft der Fondsmanager "auf Basis von fundamentalen Unternehmensdaten, der Qualität des Managements und der Wachstumsperspektiven der Unternehmen nach dem Bottom-up-Prinzip", wie Philipsen erklärt. Die findet er zurzeit vor allem bei Finanzwerten, wobei er weniger den "klassischen Bankensektor" im Fokus hat, als vielmehr Versicherer und diversifizierte Finanzunternehmen. Auch im Telekommunikationssektor wittert er interessante Unternehmen, die seine Anlagekriterien erfüllen. "Unterdurchschnittlich exponiert ist der Fonds hingegen zurzeit im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, eine Folge der eher hohen Zyklizität dieses Bereichs verbunden mit eher unterdurchschnittlichen Dividendenrenditen", wie Philipsen erklärt. Dabei sei der Fonds besonders geeignet für Anleger, die ein stärker diversifiziertes Engagement am deutschen Aktienmarkt anstreben - verbunden mit einer attraktiven Dividende. "Daneben lohnt er sich für Anleger mit langfristiger Orientierung, welche derzeit nach Anlagechancen mit höherer Rendite Ausschau halten und dabei bereit sind, die mit einem Aktienportfolio verbundene Volatilität in Kauf zu nehmen", führt der Manager weiter aus. Als Gegengewicht zu der bisweilen erhöhten Volatilität bei Aktieninvestments bis hin zu einer signifikanten Marktkorrektur sollte nach Philipsens Einschätzung "insbesondere der Fokus auf solide Unternehmen mit überdurchschnittlichen Dividendenrenditen dämpfend wirken". Daneben sei er aufgrund des aktiven Managements des Fonds in der Lage, in einer solchen Phase auf noch defensivere Titel zu setzen. "Ein komplettes Entkoppeln des Fonds vom deutschen Aktienmarkt ist jedoch nicht zu erwarten", fügt der Manager noch an. So stecken in der Entwicklung des breiten deutschen Aktienmarktes nicht nur die Renditechancen für den UBS-Fonds, sondern auch die größten Risiken: "Sollte es beispielsweise zu einer starken Konjunkturabkühlung mit entsprechenden Effekten auf die Profitabilität der Unternehmen kommen, so wäre mit einer signifikanten Marktkorrektur zu rechnen", räumt Philipsen ein. Zugleich könnten langfristig orientierte Anleger solche Phasen aussitzen, "da sich die Märkte in der Regel wieder erholen und über die Zeit neue Höchststände erreicht werden können".

Einfluss von Konjunktur und externen Faktoren

Im Ausblick auf die zu erwartende Marktentwicklung hänge einiges von externen Faktoren ab, wie der Fondsmanager betont. Etwa dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, der bereits zu einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums geführt habe. Dem anstehenden Brexit, für den er auf "eine vernünftige Lösung" hofft, ebenso wie für die Differenzen insbesondere mit Italien. Nicht zuletzt auch die Ende 2020 anstehenden US-Präsidentschaftswahlen könnten in den kommenden Quartalen für politische Unsicherheit sorgen. "Allerdings dürfte der US-Präsident in dieser Phase auch ein großes Augenmerk auf die Marktentwicklung legen, da dies für seine Wählerschaft von hohem Interesse ist", sagt Philipsen. "Dies dürfte die Wahrscheinlichkeit für eine Eskalation von Handels- oder auch geopolitischen Konflikten eher reduzieren." Eine Abnahme dieser Unsicherheiten sollte sich dann auch im kommenden Jahr positiv an den Finanzmärkten bemerkbar machen, resümiert der Fondsmanager. Dennoch sollten die Risiken für ein solches Szenario nicht außer Acht gelassen werden. Gegebenenfalls brauchten Anleger einen etwas längeren Atem, um eine zunehmende Volatilität oder schwache Marktphasen auszuhalten. Gleichwohl hält Philipsen eine Anlage in Aktien für weiterhin attraktiv - unter Berücksichtigung eines aktiven Managements.

Technische Daten

Der UBS (D) Aktienfonds - Special I Deutschland (ISIN: DE0008488206) wurde am 01.10.1973 aufgelegt und verwaltet ein Vermögen in Höhe von 102 Millionen EUR (per 31.07.2019). Der Note-1-Fonds wird mit einem maximalen Ausgabeaufschlag von 3,0 Prozent angeboten, die laufenden jährlichen Kosten liegen bei 1,51 Prozent, ein Erfolgshonorar wird nicht erhoben. Die anfallenden ordentlichen Erträge des Fonds werden nicht ausgeschüttet, sondern regelmäßig wieder angelegt (thesauriert).



Quelle:
fondsweb.de